Workshops des Netzwerks Alltagsmathematik

Neben dem virtuellen Austausch auf der Online-Plattform http://ilias.leap.ch ist es wichtig, dass sich die Mitglieder des Netzwerks auch persönlich treffen und über „Alltagsmathematik“ austauschen können.
Um spezifische Fragestellungen gemeinsam zu diskutieren und (weiter) zu entwickeln, wird im Rahmen das Netzwerks zweimal jährlich ein Workshop zu einem ausgewählten Thema aus dem Bereich Alltagsmathematik durchgeführt.

 

2.  Workshop des Netzwerks - Thema: «Financial Literacy» (22.11.2011)

Unter «Financial Literacy» versteht man grundlegende Kompetenzen im Umgang mit Geld. «Financial Literacy» ist mit verschiedenen Themenbereichen verbunden welche in Wissen (was kenne ich?), Fertigkeiten (was kann ich?) und Einstellungen (was will ich?) unterschieden werden können.

«Financial Literacy» wird als Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Teilnahme am Wirtschaftsleben und für das Treffen von sinnvollen finanziellen Entscheidungen wahrgenommen, insbesondere um Verschuldungen zu verhindern.

 

Schwerpunkte des Workshops

  1. In einem ersten Teil des Workshops erfuhren Workshop-Teilnehmende, wie die Kompetenzen im Umgang mit Geld bei verschiedenen Zielgruppen (Jugendliche, Erwachsene, Erwerbslose, Eltern oder MigrantInnen) gefördert werden können. Dabei wurden die zielgruppenspezifischen Bedürfnisse und die Bildungsmöglichkeiten illustriert und anschliessend gemeinsam diskutiert.

  2. In einem zweiten Teil des Workshops wurden alltagsmathematische und planerische Aspekte eines spezifischen Mikrokredit-Programms in Nicaragua präsentiert. Informationsgrundlage waren Interviews mit 19 Frauen, welche einen Mikrokredit für die Gründung oder den Ausbau eines Kleinstunternehmens bekamen. Mikrokredite können einen wichtigen Beitrag zur allgemeinen Armutsbekämpfung und zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung von Einzelpersonen leisten.
    Die Teilnehmenden erhielten einen Überblick über die alltagsmathematischen Kompetenzen, welche im Rahmen der Mikrokredit-Programme gefördert werden und über die Mittel, welche dabei eingesetzt werden.

  3. In einem dritten Teil wurden mit den anwesenden Mitgliedern des Netzwerks ihre Erwartungen und ihre möglichen Beiträge im Netzwerk diskutiert.

 

Ablauf :

   13.30

  Begrüssung

 Marija Bojanic, SVEB

   13.40

  Financial Literacy:
  Mit Geld umgehen hat nicht nur, aber auch mit Rechnen zu tun.

  Welche Informationen sind für Erwerbslose hilfreich?

  Welche Kompetenzen brauchen Jugendliche?

  Welche Materialien gibt es für Migrantinnen und Migranten?

 --> Präsentation herunterladen

 --> Informationsblätter herunterladen:

 Andrea Fuchs
 Schuldenberatung
 Aargau-Solothurn,
 Prävention

 

  Pause (20’)

 

  16.00

  Financial Literacy in Nicaragua: Umgang mit Mikrokrediten

  Welche Kompetenzen besitzen die Kreditnehmenden?

  Wie passen Bildungsangebote zu ihrem Vorwissen?

  Welche Rolle spielt das Umfeld?

 --> Präsentation herunterladen

 Sonja Beeli,  Universität Bern,
 Lizentiatsarbeit
 „Mikrokredit-Vergabe in
 Nicaragua

  16.30

  Erwartungen/Beiträge der Anwesenden an das Netzwerk

 Hansruedi Kaiser, alle

  17.00

  Abschluss

 

 

Kontakt: Schweizerischer Verband für Weiterbildung SVEB, Marija Bojanic - marija.bojanic@alice.ch.